So mancher hat die Brücke beim Spitzwaldweg über den Voldertalbach voriges Jahr vermisst. Jetzt ist sie wieder da. Das eröffnet die Möglichkeit für einen gemütlichen Spaziergang inklusive Einkehr in die Naturfreundehütte. Die Runde ist knapp drei Kilometer lang bei insgesamt 100 Höhenmeter im Auf- bzw. Abstieg, was auf etwa eine dreiviertel Stunde Gehzeit hinausläuft.

Die neue Brücke über den Voldertalbach ist fast fertig und schon begehbar

Die Route führt großteils über Fahrwege, lediglich der Abschnitt am Bach entlang zwischen dem Ende des Spitzwald-Forstwegs und dem Dörfl ist ein Steig – und der kann auch rutschig sein, da ist Trittsicherheit gefragt.

Die Runde im Voldertal

Ausgangspunkt ist der Parkplatz Nösslach am Ende der Mautstraße. Nach einem halben Kilometer auf der Straße nur leicht ansteigend taleinwärts geht es rechts auf den Forstweg „Spitzwaldweg“. Kurz nach der Abzweigung liegt übrigens gut versteckt links von der Straße im Wald ein Fischteich. Nach etwa 250 Metern endet der Forstweg beim Voldertalbach. Hier geht es über die neue Brücke auf die andere Bachseite. Ein anderer Weg führt taleinwärts in Richtung Schwarzbrunn, der ist aber wegen Steinschlaggefahr gesperrt

Der Weg ist aus gutem Grund gesperrt…
…wenn man das anschaut

Wer einmal gesehen hat, welche Gesteinsmassen im Bereich der Vorbergreise vom restlichen Berg bereits losgelöst sind und nur auf ihre Talfahrt über eine steile Felsplatte warten, wird das Verbot verstehen.

Pittoresker Wurzelstock kurz hinter der Brücke

Für uns geht es hinter der Brücke zuerst ein Stück am Steig durch den Wald talauswärts, ehe man einer Wiese entlang das Dörfl erreicht.

Blühende Disteln am Wegesrand und das Dörfl schon in Sicht

Beim Dörfl erkennt man links oben in einer Felswand ein Kreuz. Es kennzeichnet die Speckbacher-Gufl. Das dürfte im Jahr 1810 das erste Versteck des Freiheitskämpfers Josef Speckbacher im Voldertal gewesen sein, ehe er sich noch weiter zurückzog.

Das Kreuz erinnert an das Versteck von Josef Speckbacher

Vom Dörfl kurvt der Fahrweg sanft zwischen Wiesen linkerhand und dem Voldertalbach auf der rechten Seite zur Hoppichleraste hinaus. Gleich hinter der Aste geht es zwei Mal über den Bach und wir stehen vor der Voldertalhütte.

Eine auffällige Lärche zwischen dem Dörfl und Voldertalhütte

Von der Hütte geht es dann den Fahrweg leicht ansteigend ein kurzes Stück talauswärts zur Voldertalstraße zurück und auf dieser stärker steigend zurück zum Parkplatz.

Die Plattner Aste, der Boden davor ist voller Holzkohle, möglicherweise war auch hier eine der vielen Köhlereien im Voldertal

Noch vor dem Parkplatz kommen wir an der Plattner Aste vorbei, etwas höher liegt links dahinter die Haglachalm und noch weiter oben am Wiesenhang die Sternbachalm.

Die Maut zwischen Volderwildbad und dem Nösslachparkplatz kostet vier Euro für ein 24-Stunden-Ticket. Kaufen muss man es schon 800 Meter vor dem Volderwildbad beim Auerhof. Natürlich ist es auch nicht verboten, schon ab Volderwildbad zu Fuß zu gehen, das sind gut dreieinhalb Kilometer bis zum Nösslachparkplatz.

Quelle:

Tirol 1809 Tulfes, zu den Verstecken von Josef Speckbacher im Voldertal auf S. 27