Abseits vom Trubel, nicht anstrengend und von der Glungezerbahn leicht zu erreichen: Das ist die Wanderung über die Stalsinsalm. Sie bietet eine schöne Alternative zur Piste zwischen der Bergstation auf der Tulfein und der Mittelstation bei der Halsmarter. Der Ausgangspunkt der kleinen Wanderung ist knapp unterhalb der Bergstation des Einer-Sessellifts. Der Beginn ist aber nicht beschildert und deshalb leicht zu verfehlen.

Von der Piste geht es zuerst kurz diesen Fahrweg hinauf

Man geht von der Bergstation etwa 250 Meter weit die Piste hinab, bis knapp oberhalb der Liftstütze mit der Nummer 22 rechts ein Fahrweg von der Piste wegführt. Auf diesem Weg geht es kurz hinauf und da wo er flach ist, zweigt rechts ein Steig ab.

Hier heißt es auf den Steig rechts zu wechseln

Auf diesem geht es eine Viertelstunde flach, aber sehr aussichtsreich und zwischen Zirben und Almrosen hindurch, in einem großen Bogen hinüber ins Voldertal.

Überstieg zwischen der Tulfein und dem Oberleger

Dort wo der Weg stärker zu fallen beginnt, lohnt es sich, zwei Minuten flach weiter nach Süden hinüberzugehen und der pittoresken Ruine des ehemaligen Stalsins-Oberleger einen Besuch abzustatten. Mehr Infos zum Oberleger gibt’s in diesem Beitrag.

Die Hauswurz blüht in der Ruine des Oberlegers

In Kehren führt der Weg nun fast 300 Höhenmeter zur Stalsins-Alm hinab. Ende Juni blühen hier zahlreiche Almrosen. Die Alm selbst ist übrigens keine Gastwirtschaft.

Die Rostrote Alpenrose („Almrausch“) bei der Stalsinsalm

Das sollte aber kein Problem sein, ist es doch nur eine halbe Stunde zur Halsmarter hinüber. Zuerst auf einem Steig und dann leicht fallend auf einem Forstweg geht es zur Piste zurück, die man ein Stück oberhalb der Halsmarter erreicht.

Wegweiser an der Piste oberhalb von der Halsmarter

Bergauf ist die Tour natürlich anstrengender, zumal der Weg von der Stalsinsalm zu ihrem Oberleger hinauf teilweise recht steil ist. Man geht von der Halsmarter kurz die Piste in Richtung Glungezer hinauf, kann aber schon nach wenigen Metern den Steig links nehmen, der an der privaten Posch-Hütte vorbeiführt und weiter oben mit dem Forstweg zusammentrifft, der ebenfalls von der Piste in Richtung Alm führt.

Mit der alemannisch bzw. hochdeutschen Bezeichnung „Ziegenalpe Stalsins“ kann sich irgendwer offensichtlich nichts anfangen.

Zeitlich sollte man für die Wanderung etwa eineinhalb Stunden an reiner Gehzeit einplanen – hinauf vielleicht etwas mehr.