Die Magdalen-Kapelle

Sie ist eines der gut versteckten Kleinode im Voldertal: Die 200 Jahre alte Magdalen-Kapelle. Von Volderwildbad ist sie in wenigen Minuten zu erreichen und schon der Weg dorthin ist ein Erlebnis.

Auf einem Rücken in einem dunklen Fichtenwald liegt die hölzerne Kapelle, mehr hoch als breit und mit einem einfachen Satteldach, davor eine aus Stangenholz zusammengezimmerte Bank. Laut dem Volderer Gemeindeblatt vom Dezember 2005 ist die Kapelle im Herbst 2005 von Richard Klingenschmid und Peter Lindenthal, dem bekannten Autor zahlreicher Bücher über den Jakobsweg, restauriert worden.

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Die Kapelle steht auf einem Geländerücken

Auch den Weg richteten die beiden her, der von Volderwildbad fast eben bis zur Kapelle führt und früher von Kreuzwegstationen gesäumt wurde. Da der Ausgangspunkt des Weges beim Volderwildbad nicht öffentlich zugänglich ist, steigt man von dem Müllhäuschen an der Straße wenige Meter unter Volderwildbad etwa 15 Höhenmter durch den Wald zum Weg hinauf.

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Schon der Weg zur Kapelle lässt einem zur Ruhe kommen

Auf dem Weg passiert man eine Felsnische mit einem einfachen Holzkreuz aus zwei Stangen und einem traurig dreinblickenden Engel in der linken unteren Ecke.

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Ein einfaches Kreuz in einer Felsnische

Die Einrichtung der Kapelle ist ein Spiegel der Facetten des christlichen Glaubens. Zwei Hinterglasbilder flankieren das an einem senkrechten Balken angebrachte Kruzifix. Die Hinterglasbilder stellen die Dreifaltigkeit beziehungsweise den Heiligen Florian dar.

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Vom Sterbebildchen bis zur Ikone ist alles zu finden

Weniger dem alpenländischen als dem byzantinischen Stil sind zwei Ikonen darunter zuzurechnen: Eine der Gottesmutter im Himmel, umgeben von Engeln und eine der heiligen Magdalena. Auch das in Tirol bekannte Mariahilf-Bild von Lucas Cranach fehlt nicht. Darunter tummelt sich auf dem Altartisch ein Schar Engel und an den Wänden erinnern Sterbebilder daran, die Toten im Gebet nicht zu vergessen.

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Die Ikone der heiligen Magdalena

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